Vom 14.04.2009 bis 20.04.2009 besuchte eine Schülergruppe des Deutsch-Französischen Gymnasiums (DFG) Saarbrücken die russische Zarenmetropole und Heldenstadt St. Petersburg. Im Vordergrund dieser Fahrt standen Begegnungen mit den Schülerinnen und Schülern zweier St. Petersburger Gymnasien, die Deutsch bzw. Französisch als Fremdsprache haben, und eine gemeinsame Veranstaltung zum Kriegsgeschehen im 2. Weltkrieg um und in St. Petersburg.
Durch dieses ungewöhnliche Treffen sollte die Völkerverständigung und die Friedenserziehung junger Menschen gefördert werden.
Ins Leben gerufen wurde das Projekt durch die West-Ost-Freundschaftsgesellschaft im Saarland e.V. (WOG). Der Stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Waldemar Weirich, hat sich um die Organisation dieses Ereignisses bemüht. Er nahm auch an der Reise selbst teil und unterstützte die Gruppe bei der Umsetzung der geplanten Unternehmungen .
Zu der multikulturellen Reisetruppe gehörten 13 Schüler mit deutscher oder französischer Muttersprache aus unterschiedlichen Klassenstufen des DFGs. Zusammengestellt wurde die Gruppe von dem DFG-Lehrer Monsieur Anna, der auf dieser Fahrt für die pädagogische Betreuung der Schüler verantwortlich war. Unterstützt wurde er von der Geographielehrerin, Madame Giret..
Ermöglicht wurde die Fahrt erst durch einen Zuschuss der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, die einen wesentlichen Teil der Flugkosten übernommen hat. Dank der weiteren Unterstützung durch die Stiftung „Gedenken und Frieden“ und den DFG-Schulverein ist ein abwechslungsreicher Unternehmungsplan entstanden.
Zu Beginn ihrer Reise trafen sich die deutsch-französischen Gymnasiasten mit den russischen Schülern des Gymnasiums Nr. 446, um gemeinsam mit ihnen eine Veranstaltung zum Kriegsgeschehen im 2. Weltkrieg um und in St. Petersburg durchzuführen. Sie besichtigten den Soldatenfriedhof in Sologubowka, wo etwa 200.000 deutsche Soldaten bestattet sind, die im Zweiten Weltkrieg bei den Kämpfen um Leningrad gefallen sind. Anschließend besichtigten sie das Diorama-Museum in Kirowsk, in dem die Ereignisse um den Durchbruch der Belagerung Leningrads bildlich dargestellt und von einer Fremdführerin ausführlich erläutert werden.
In den nächsten Tagen besuchten die Fahrtteilnehmer zwei St. Petersburger Schulen: das Gymnasium Nr. 446 in Kolpino (Kommunikationssprachen: Deutsch/Russisch) und das Gymnasium Nr. 155 in der Nähe des Moskauer Bahnhofs (Kommunikationssprachen: Französisch/Russisch). Die Teilnehmer verschafften sich Einblicke in den Schulbetrieb der russischen Schulen und erfuhren von den außerschulischen Aktivitäten der gleichaltrigen russischen Jugendlichen.
Auf dem Kulturprogramm der Reise standen Besuche der zahlreichen St. Petersburger Museen und zwei Abendveranstaltungen - eine Ballettaufführung im Mariinski-Theater und ein Konzert in der St. Petersburger Philharmonie. Die nur wenig verbleibende, freie Zeit nutzte die deutsch-franzöische Truppe, um miteinander Spaß zu haben und sich Einblicke in das Leben der russischen Großstadt zu verschaffen. Einen eindrucksvollen Abschluß der Fahrt bietete das russisch-orthodoxe Osterfest, das in Russland dieses Jahr, dem Zufall zu verdanken, am Tag vor der Abreise gefeiert wurde.
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