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Ludwigskirche in Saarbrucken



Sankt Peterburg
"unser aller St. Petersburg-Abenteuer"

Ende April 2008 besuchte eine weitere Gruppe der WOG-Mitglieder St. Petersburg – die Zarenmetropole und zweite Hauptstadt Russlands, die sich im zweiten Weltkrieg im Kampf gegen das Nazideutschland verdient den Titel „Heldenstadt“ erworben hat.

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Die Reisegruppe bestand diesmal aus acht Personen. Mit dabei waren saarländische Künstler, gewerkschaftlich Aktive und weitere kulturinteressierte WOG-Mitglieder aus dem Saarland und Freiburg.

Gestartet wurde an den jeweiligen Heimatflüghäfen Saarbrücken-Ensheim und Karlsruhe/Baden-Baden. Beim Umsteigen in Berlin schloss sich die Gruppe zusammen und setzte den Weiterflug nach St. Petersburg gemeinsam fort. Der Flug verlief problemlos und gegen 16:00 Uhr Moskauer Zeit standen die Reiseteilnehmer vor dem Flughafengebäude in Pulkovo bereit zum Abmarsch zum Hotel.

Untergebracht wurden im Zentrum der kulturreichen Stadt, von wo aus die bekanntesten Hauptattraktionen in wenigen Minuten zu erreichen sind.


Das Besichtigungsprogramm zeichnete sich durch eine Mischung aus verschiedenen Aktivitäten aus, die von den Reiseteilnehmern selbst vorgeschlagen, durchgeplant und umgesetzt wurden.


Von dem ersten Rundgang durch den Stadtkern über die Besichtigung der kriegshistorischen Stätte bis zu der fast obligatorischen Erkundung des Katharina-Sommerpalastes in Puschkino und der Neuentdeckung des Ilja-Repin-Landhausmuseums in Repino. Die Wiege der Oktoberrevolution, der Kreuzer Aurora, durfte natürlich auch nicht vergessen werden.

Noch am gleichen Abend sammelte man die ersten Eindrücke, die einem die Stadt und das Nachtleben lieferten. Und wie das der Zufall wollte, konnten die Reiseteilnehmer sogar die Vorbereitungen für die Militärparade auf dem Alexanderplatz mitverfolgen, die dort am 09. Mai abgehalten werden sollte.


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Die größte Resonanz wurde durch die Besichtigung der kriegshistorischen Stätte am Rande der Stadt hervorgerufen, die unter der Führung des St. Petersburger Schriftstellers, Juri Lebedev, und in Begleitung seines Landsmannes, Valeri Rebikov, stattfand.

Zunächst wurde das Diorama-Museum „Durchbruch der Belagerung Leningrads“ besichtigt, das in Kirowsk, ca. 30 km von der Stadt entfernt, liegt.

Die Führung durch das Diorama-Museum fand Annegret Gehring zu pathetisch. „Ich habe selbst zwei erwachsene Söhne und würde sie ungern in so einem patriotischen Geist erzogen wissen.“ bedauerte sie mit Blick auf die anwesende Schülergruppe.

Als nächstes besuchten die Teilnehmer die Gedenkstätte an dem Newa-Brückenkopf, wo heute Überreste der gefallenen sowjetischen Soldaten bestattet werden, die immer noch in der näheren Umgebung geborgen werden.


Danach wurde der deutsche Soldatenfriedhof in Sologubowka besucht. Im Keller der in unmittelbarer Nähe liegenden Kirche ist eine Gedenkstätte und ein Archiv untergebracht, in dem die Namen der auf dem Friedhof bestatteten Soldaten aufgelistet sind. Mit dramatischer Spannung blätterten die Beteiligten in den aneinander gereihten Ordnern nach bekannten Namen.

Anschließend gedachten sie am Newa-Ufer nach einem bekannten russischen Brauch der gefallenen sowjetischen und deutschen Soldaten.

Karl-Willi Paul meinte zu diesem Anlass: "Eine St. Petersburg-Reise kann für mich nie nur eine touristische oder kulturhistorische Reise sein. Sie ist auch immer eine Konfrontation und  Auseinandersetzung mit unserer gemeinsamen Geschichte. Deshalb gehören solche Veranstaltungen fur mich zwingend zu einer von uns organisierten St. Petersburg-Reise.“

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Zu den Höhepunkten des Kulturprogramms gehörten die Konzertbesuche in der St. Petersburger Philharmonie und vor allem die Ballettaufführung im Mariinsky Theater.

Nicht weniger beeindruckend fanden die Teilnehmer das Ilja-Repin-Landhausmuseum, das in Repino, ca. 50 km von der Stadt entfernt liegt. Jürgen Reitz berichtete über diesen Ausflug: „Beim Ilja-Repin-Landhausmuseum handelt es sich um das Wohnhaus des berühmten russischen Malers. Es liegt in einem kleinen Wäldchen in Küstennähe und ist zu einem liebevoll gestalteten kleinen Museum hergerichtet, in dem viele Werke des Malers, darunter auch ein paar Originale und seine Studien zu sehen sind. Man wird durch die Wohn- und Gesellschaftsräume und selbstverständlich auch zum Allerheiligsten, seinem Atelier geführt. Über Tonträger sind Führungen in vielen Sprachen möglich und man gewinnt einen guten Einblick in den Alltag und das  gesellschaftliche Leben des Malers. Zum Schluss geben noch frühe Filmdokumente Einblicke in das Leben und Schaffen des großen Meisters. Danach haben wir an diesem warmen Frühlingstag noch einen Ausflug zum Strand gemacht, wo viele Familien sich zum Picknick und Grillen eingefunden haben“

Im Rückblick auf die gesamte Reise möchte Georg Gehring die Erlebnisse und die Erfahrungen aus dem Trip nicht mehr missen: „…zumal wir Dinge und Menschen gesehen haben, denen man bei einer "Standard-Gruppenreise" nie begegnet wäre  - St. Petersburg pur - und es wird uns auch immer eine herrliche Erinnerung an "unser aller St. Petersburg-Abenteuer " sein!!!“

West-Ost-Freundschaftsgesellschaft im Saarland e.V., Geranienstr. 35, D-66265 Heusweiler