Zugfahrt von Saarbrücken nach Stuttgart (umsteigen in MA und S-HBF ohne Probleme). Fliege pünktlich ab nach Moskau-Vnukowo. Am Abend Weiterflug nach Mineralny Wody.
Bin mit einigen anderen Passagieren zwar für den Flug registriert, aber wir haben keine Sitzplätze bekommen. Wird vor Ort im Flugzeug per Handy geregelt. Mein Sitzplatz befindet sich in der Flurmitte. Ist ne alte Maschine (TU154).
In M-W Abholung durch einen von Waldemar bestellten Fahrer und Fahrt nach Piatigorsk.
Vorm Hotel Empfang durch Waldemar, Karl-Willi.
Richte schnell mein Zimmer ein, anschließend spazieren wir zu einem japanischen Restaurant um dort schön gemütlich zu essen. Zu später Stunde kehren wir ein in unserem Hotel.
Freitag, 05.09.2008
In aller Frühe musste Karl-Willi wegen familiärer Probleme schon nachhause abreisen. Beim Tee am Morgen bespreche ich mit Waldemar den Verlauf des angehenden Tages. Mir fällt Marina ein (habe sie auf der Konstantin Fedin in Moskau kennen gelernt). Ich rufe sie an. Sie ist bereit, uns den ganzen Tag über durch die Stadt zu führen, benötigt allerdings etwa zwei Stunden bis sie hier ist, da sie zur Zeit auswärts einen Besuch abstattet. Aber vorher gehen wir noch im Hotelcafe frühstücken.
Später kommt denn auch Marina und macht eine ganz tolle Stadtführung für uns beide.
Das war wirklich sehr interessant. Den Mittag verbringen wir in einem Restaurant.
Auch am frühen Abend kehren wir noch mal in ein Cafe ein. Die Spaziergänge durch Stadt und Berge waren einfach super. Am Abend fährt Marina nachhause. Wir wandern noch etwas umher, suchen nochmals eine Lokalität auf und kehren denn ein in unser Hotel.
Samstag, 06.09.2008
Nach dem Frühstück werden wir von “unserem Fahrer Gari“ mit seinem 24jährigen Lada für 1300,-R. nach Tscherkessk gefahren. Unterwegs bei der Ausreise aus dem Gebiet Stavropol scharfe Kontrollen. Letztendlich aber nur eine reine Abzocke. Der Grenzbeamte schlägt einen arroganten und frechen Ton an, welcher von Gari aber passend gekontert wird.
Unterwegs essen wir eine riesige saftige Melone. Um die Mittagszeit treffen wir in Tscherkessk bei unserem Hotel ein. Der Unterschied zu dem Hotel in Piatigorsk ist wie Tag und Nacht , zugunsten Tscherkessk, obwohl hier das Zimmer nur 50-Rubel mehr kostet.
Sauber und modern ist das Haus und das Zimmer. Das Personal ist sehr freundlich. Anschließend machen wir den ersten Spaziergang, gewinnen die ersten Eindrücke von der Stadt und ihren Einwohnern.
Wir essen einen kleinen Salat mit Tee und Cola in
unserem zukünftigen Frühstückslokal.
Der Nachmittag wird als Nachmittagsschlaf in die Geschichte eingehen. Am frühen Abend trinken wir gemeinsam ein Bier auf einem unserer Zimmer. 19:00 Treffen mit dem Stadthistoriker Wolodja. Die beiden unterhalten sich sehr angeregt, natürlich auf Russisch. Leider spazieren wir durch den Regen. Später kehren wir in den
Abchasischen Hof ein um dort den Tag bei Speis und Trank ausklingen zu lassen. Allerdings, und das gefällt mir besonders, wird hier von einer Band tolle russische Musik gespielt, viele Gäste tanzen und kurz vor unserem nachhause gehen, werden noch kaukasische Volkstänze aufgeführt.
Einfach super !!!
Leider haben sich einige Männer fürchterlich geprügelt, die haben wohl alle zuviel dem Alkohol zugesprochen. Auf der Strasse fällt mir die hirnlose Raserei auf
(des nachts).
Um Mitternacht liegen wir jeder wieder in seinem Bett und genießen die Nachtruhe.
Sonntag, 07.09.2008
Frühstück in unserem Cafe um die Ecke. Danach Spaziergang zum LENINPARK. Waldemar beschäftigt sich im nahegelegenen Postamt mit dem Internet, ich dagegen erkunde bei strahlendem Sonnenschein diesen LENINPARK und wandere denn auch gleich weiter zum Stadtpark. Dort gefällt es mir, angenehme Atmosphäre, überall kle

ine Gartenlokale und Musik, allerdings von der CD. Später treffe ich Waldemar wieder im Leninpark und wir gehen gemeinsam wieder in den Satdtpark und trinken dort ein Bier, welches wohl etwas überlagert war. In einem gegenüber liegenden Gartenlokal bestellen wir uns Essen und frisches Bier. Kurz darauf werden wir von Radik angesprochen und an seinen Tisch eingeladen. Er sitz hier fast jeden Tag mit seinem Fahrer an seinem Tisch. Da wir nun seine Gäste sind, bestellt er mächtige Portionen an Essen und auch der Wodka kommt nicht zu kurz. Ich mache allerdings vorsichtig, denn ich möchte den Abend nicht volltrunken erleben. Später kommen noch zwei Mann zu uns an den Tisch. Verwandte von Radik. Er will uns unbedingt in die Sauna einladen, zu guter Letzt soll ich alleine mit den beiden Dicken in die Sauna. Das lehne ich aber höflichst dankend ab. Waldemar ist mir dabei mit seinem unermessliche russischen Wortschatz sehr behilflich. Dafür esse, nein fresse ich sehr viel. Wir nehmen auch für den Abend, also für unseren noch eintreffenden Jens etwas mit zum Hotel.
Ich war in meinem Inneren sehr misstrauisch. Auch wenn dies alles der vielgerühmten kaukasischen Gastfreundschaft entspricht, das ging mir etwas zu schnell.
Man sollte doch immer ein gesundes Misstrauen gegenüber Fremden bewahren.
Ich denke, dieser Radik ist etwas zwischen Geschäftsmann, Politiker und Mafiosi, auf jeden Fall ein Schlitzohr. Geldnöte scheint er jedenfalls nicht zu haben.
Auf dem Rückweg zum Hotel erfahren wir von Jens seinen Flugproblemen.
Waldemar telefoniert mit Moskau wie ein Irrer um zu helfen. Leider ist fast alles vergebens. Jens muss eine andere Maschine nehmen und nach Stavropol fliegen. Wir holen ihn mit einem kurzfristig georderten
Taxi vom Flughafen ab. Vorher hatten wir uns aber noch mit unseren
Etagenfrauen Ludmilla + Vera unterhalten und mit den beiden Kaffee getrunken.
Ca. um 01:00 sind wir drei wieder zurück im Hotel, essen, trinken und gehen dann zur Nachtruhe über.
Gemeinsames Frühstück in unserem Cafe um die Ecke. Spaziergang im LENINPARK, dort Treffen mit Achmad. Wir gehen gemeinsam in ein nahe gelegenes Cafe. Jens hat viele Fragen, Achmad antwortet eifrig und Waldemar dolmetscht ohne Ende. Für den Abend wird ein weiteres Treffen vereinbart. Doch nun gehen wir noch ins Cafe MIR, essen dort noch etwas und trinken ein, zwei Bier. Von dort gehen wir zurück in unser Hotel, allerdings auf getrennten Wegen. Denn ich gehe noch in ein Geschäft um russische Glückwunschkarten zu kaufen. Ich möchte noch einige Digitalfotos nachmachen lassen, aber die Technik im Fotoladen spielt heute nicht mit. Am Abend gehen wir zum Treffen mit Achmad und Kasi in das Restaurant Abchasischer Hof. Wir sitzen in einer angenehmen Atmosphäre, essen, trinken und unterhalten uns alle sehr angeregt über Geschichte und Kultur des Kaukasus sowie auch die Zeit, als die Truppen der deutschen Wehrmacht hier tief im Feindesland standen. Jens als unser Vorsitzender hat viele Fragen an Kasi und dieser steht bereitwillig Rede und Antwort. Dieser Mann scheint über viel Wissen zu verfügen. Ich selbst habe wie so oft leider keine Geduld all diesen Gesprächen beizuwohnen. Mich interessiert viel mehr die russische Musik, welche im Tanzsaal läuft und deren ich so gerne lausche. Letztendlich geselle ich mich dann aber doch wieder zur Gruppe um nicht gänzlich als Außenseiter da zu stehen. Ca. 21:30 gehen wir zurück ins Hotel.
Ich sitze noch bis etwa 24:00 mit Jens zusammen. Wir trinken Bier, reden noch von “Gott und der Welt“ und schauen uns Fotos auf Waldemar?s LapTop an, der dieser war müde und ging schon zeitig zu Bett.
Trotz einiger Differenzen, welche ich mit Waldemar habe, muss ich ihm doch zugestehen, dass er den Löwenanteil unser Arbeit hier tut. Unter anderem ist er schon von frühmorgens bis zum Abend hin ständig dabei für uns zu dolmetschen. Obwohl er dies fast fehlerfrei beherrscht, hat er abends oft einen dicken Kopf und die dazugehörigen Kopfschmerzen.
Das kann ich bestens nachvollziehen, da raucht der Kopf.