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Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Stiftung Demokratie Saarland (SDS) und in Begleitung der Musiker des Vereins "Russisches Haus" durchgeführt und fand in dem Haus der SDS bei voll besetztem Saal statt. Anschließend beantwortete der Referent die Fragen, die ihm aus dem Publikum gestellt wurden.
Wolfgang Grabowski, geboren 1937. Er studierte von 1955 bis 1961 am Moskauer Institut für Internationale Beziehungen und arbeitete im Ministerium für Auswärtige Beziehungen der DDR. War als Diplomat zwölf Jahre in Moskau, Botschafter in Syrien, Jordanien und Indien.
Von 2003 - 2004 war er für die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Russland.
Sein Vortrag ist ein Plädoyer für eine konstruktive Ostpolitik geworden, für eine Zusammenarbeit mit Russland auf gleicher Augenhöhe. Aus seiner Sicht hat sich Russland nach dem Ende der Jelzin-Ara auf einen eigenen Weg gemacht, folgt eigenen Interessen und will kein Anhängsel sein.
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Wolfgang Grabowski schreibt: "In Russland hält man nichts mehr vom Uberstülpen „westlicher Modelle“ und arroganter Vormundschaft. Es sieht sich dabei nicht allein, China, Indien, Lateinamerika sind nebenan. Die Kooperation floriert, z.B., in der aufstrebenden „Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit“.
Russland hat dazu allerhand einzubringen. Es entwickelt sich seit geraumer Zeit stabil, wenn auch die Armut im Volke und der Gegensatz zwischen arm und reich hoch sind. Die riesigen Auslandsschulden aus sowjetischer und Jelzin-Zeit sind getilgt. Der illegale Abfluss russischer Reichtümer in den reichen Westen (jährlich 15-20 Mrd. $) konnte gestoppt werden, 2006 flossen 41 Mrd. $ zurück. Russland hat die drittgrößten Valutareserven. Die Staatskonzerne arbeiten effizient, der Staat hat die Entwicklungsstränge ziemlich fest im Griff, was der neoliberalen Orthodoxie natürlich widerspricht."
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