Ludwigskirche in Saarbrucken

Sankt Peterburg
Hilfe für David


Nach der mißglückten ersten Knochenmarktranstplantation in der KMT-Klinik in Idar-Oberstein wurde David am 15.06.2007 zur Weiterbehandlung nach Moskau überwiesen. Dort blieb er nicht lange und traf am 25.06.2007 in seinem Heimatort im Gebiet Stawropol ein. Anfangs lief alles, wie gehabt - alle 2-3 Wochen Bluttransfusionen und das geduldige Warten auf die zweite Transplantation. Anfang September passierte jedoch etwas lang Erwartetes aber Unerhofftes: David bekam hohes Fieber. Nach 2-3 Tagen der Ursachensuche glaubten die Ärzte, es liege an dem Venenkatheter, der alle 2-3 Monate durchgespült werden müsste. Dazu fehlte jedoch das Desinfektionsmittel. Eine Gruppe der WOG-Mitglieder, die zu dieser Zeit unterwegs nach St. Petersburg war, nahm die Präparate mit nach Russland und sorgte für ihren Versand in den Nordkaukasus. Inzwischen wurde David unter Verdacht auf Pilzeninfektion ins Gebietskrankenhaus in Stawropol eingeliefert. Einige Zeit später wurde er nach Hause entlassen. Was David genau hatte, konnte nicht festgestellt werden. In den letzten 2-3 Wochen ging es David relativ gut. Die nächste Bluttransfusion am Mittwoch, dem 03.10.2007, bekam ihm aber nicht mehr gut. Am frühen Donnerstag, dem 04.10.2007, erfolgte Reanimationsaufnahme. Am gleichen Tag, gegen 14:30 MEZ, hörte sein Herz auf zu schlagen. Die Beisetzung fand am 05.10.2007 statt.

Wir sprechen unser tiefstes Beileid an die Familie Davydov aus und trauern mit ihr zusammen um den lieb gewonnenen David.

Schade, dass wir es nicht geschafft haben, ihn für uns am Leben zu erhalten. Er wird uns fehlen.


David bei der Abreise aus Deutschland im Juni 2007

Der sechsjährige Junge mit dem leicht zu merkendem Vornamen David lebte im Nordkaukasus. Er leidete an der schwersten Form der Thalassämie. Einer Erkrankung des blutbildenden Systems, bei der eine erbliche Störung der Hämoglobinbildung vorliegt. Die Hämoglobine sind im Blut des Menschen für den Transport des lebensnotwendigen Sauerstoffs verantwortlich. Aufgrund seiner Krankheit war David auf Bluttransfusionen angewiesen, die zuletzt alle 2-3 Wochen durchgeführt werden mussten.


Geholfen werden konnte dem Jungen nur mit einer Knochenmark-Transplantation, bei der das kranke Knochenmark des Patienten vollständig zerstört und mit Hilfe der Stammzellen eines gesunden Knochenmark-Spenders neu aufgebaut wird. Dies ist eine sehr aufwendige Behandlung, die in Deutschland je nach Verlauf und möglichen Komplikationen bis zu 200.000 EUR kosten kann.

David wurde in Deutschland behandelt..., leider, erfolglos.

Auf Mitwirken unserer Gesellschaft wurde David im Mai 2007 in der Klinik für KMT und Hämatologie/Onkologie GmbH in Idar-Oberstein behandelt. Finanziert wurde die Behandlung durch mehrere russische Wohltätigkeitsfonds und Spenden von vielen Privatpersonen aus aller Welt. Die Transplantation brachte aber trotzt allem Bemühen und einwandfreier Leistung des Klinikpersonals kein Erfolg. Die Fremdspenderstammzellen wurden von Davids Körper abgestoßen und bekamen nicht einmal die Chance, mit dem Aufbau eines gesunden Knochenmarks anzufangen.

Er musste ungeheilt nach Hause

Am 15.06.2007 mussten David und seine Mutter enttäuscht nach Hause fahren. Ihr Traum von einem neuen Leben ohne Bluttransfusionen und ständigem Krankenhausaufenthalt wurde nicht verwirklicht. David wurde zur Weiterbehandlung nach Moskau geleitet. Dort hielt man ihn aber nicht sehr lange, und schon am 25.06.2007 gelang David in seinem Heimatort im Nordkaukasus.

Ein Unglück kommt nie alleine

Anfangs lief alles, wie gehabt - alle 2-3 Wochen Bluttransfusionen und das geduldige Warten auf die zweite Transplantation. Anfang September passierte jedoch etwas lang Erwartetes aber nicht Erhofftes – David bekam hohes Fieber. Nach 2-3 Tage der Ursachesuche glaubten die Ärzte, es liege an dem in Idar-Oberstein installierten Venenkatheter, der eigentlich alle 2-3 Monate durchgespült werden müsste. Dazu fehlte das Desinfektionsmittel. Eine Gruppe der WOG-Mitglieder, die gerade unterwegs nach St. Petersburg war, nahm die Präparate mit. Inzwischen wurde David unter Verdacht auf Pilzeninfektion ins Gebietskrankenhaus in Stawropol eingeliefert. Einige Zeit später wurde er nach Hause entlassen. Was David genau hatte, konnte nicht festgestellt werden.

Am 04.10.2007 hielt David das nicht mehr aus

In den letzten 2-3 Wochen seines Lebens ging es David relativ gut. Die nächste Bluttransfusion am Mittwoch, dem 03.10.2007, bekam ihm aber nicht mehr, und am frühen Donnerstag, dem 04.10.2007, erfolgte Reanimationsaufnahme. Am gleichen Tag, gegen 14:30 MEZ, hörte sein Herz auf zu schlagen. Die Beisetzung fand am 05.10.2007 statt.

West-Ost-Freundschaftsgesellschaft im Saarland e.V., Geranienstr. 35, D-66265 Heusweiler

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